die kleinen dinge

engel

2016-12-04


es ist viel zu voll

auf dem Alexanderplatz - sind das alles Touristen? Der Tag war auch etwas ungünstig gewählt - Sonnabends. Aber der Umgang unter den Mitmenschen ist spürbar rücksichtsloser geworden. Dauernd wird man angerempelt, vom Gegenverkehr gestreift, auf die Füße getreten ...

Was ist los? Liegt das am Durchschnittsalter von 18 bis 25? Wozu diese Hektik? Es ist Wochenende! - da kann man nichts in Ruhe ansehen und Weihnachten ist ja eigentlich etwas ganz Anderes. Man muss immer nur aufpassen, dass man nicht irgendwie umgerannt wird.

Und dann wollte ich auch noch ins Alexa, weil mir in einem Laden am Hacke-Markt gesagt wurde, dass dort ein Artikel noch vorrätig sei. Also einen ganz bestimmten Laden im Alexa finden - so eine doofe Idee! Massen wälzten sich rempelnd die Ladenstraßen entlang - man konnte nicht einmal die Richtung wechseln. Die ganze Strecke musste man bis zum Ende gehen, bis dort endlich die Rolltreppen anftauchten. Eine richtige Orientierungstafel gab es nicht, man tippte auf einer Tafel herum und der Rest guckte zu und wollte seine Informationen ansehen, und ein wenig für die eigenen Bedürfnisse nachhelfen, so dass igentlich alle unzufrieden und gnatzig wurden ... da - ich hatte den Laden zwischendurch entdecken können - also wieder nach unten, dort musste es irgendwo sein.

Also den ganzen langen Weg entlang, Rollreppe suchen, und dann versperrten die Leute die Sicht auf die Läden - man müsste wohl etwas größer sein (?) - dann hab ich ihn endlich gefunden. Klein, zugestopft, unübersichtlich - und die Leute einfach nervend. Schließlich hab ich gefunden was ich suchte - es waren noch ca. vier Stück da und ich brauchte nur zwei.

Dann so schnell wie möglich fluchtartig das Einkaufscenter verlassen und schnell weg hier.

2016-12-03



leuchter, ein licht

die sonne steht ganz schräg

und kommt bis mittags nur  noch ein bisschen höher. Da muss ich die Rollos vormittags schließen damit die Sonne nicht direkt auf den Monitor scheint. In reichlich drei Wochen ist Wintersonnenwende. Und dann geht es wieder aufwärts und die Sonne kommt wieder.

Je älter man wird, umso mehr ziehen sich die Zeitabstände zusammen. In Zyklen scheinen die Zeiten von der Winter- bis zur  Sommersonnenwende wie Wochen oder Monate im Zeitraffer - ein auf und ab.

Heute ist schon wieder der erste Advent. Gestern hatte ich in meiner Kiste gekramt und ein paar Sachen rausgesucht. Nicht zu viel, denn meine Wohnung ist klein. Mein Klavier ist immer Ausstellungsfläche. Die Herbstblätter und Kastanien mussten den Wichteln und Engeln weichen und mein fünfarmiger Leuchter wird zum Adventskranz, indem in der Mitte eine passende Weihnachtskugel liegt.

Gestern habe ich die Dowland-Cds rausgesucht. Und alle vier Cds hintereinander gespielt. Die Musik passt sehr schön in diese Jahreszeit und das Tempo ist auch perfekt - sämtliche Lautenmusk in einer sehr guten Interpretation.

2016-11-27


himmel

heute vor sonnenaufgang

sah der himmel besonders schön und geheimnisvoll aus. Dunkles Orange mit viel Rot kündigte einen schönen Tag an und man konnte zusehen wie das Orange sich veränderte zu mehr Gelb und allmählich heller wurde ... Als ob der November sich entschuldigen wollte für sein vieles Grau bisher und seine anderen Seiten zeigt.

Auch abends kann  man derzeit ganz besondere Himmelsfarben in ihrer Veränderung beobachten.

2016-11-22


raureif

heute nach langem grau

und Niesel und trist schien den ganzen Tag lang die Sonne.  Auf meinem Weg am See entlang sahen der wolkenlose Himmel und das Wasser so aus als gäbe es gar kein anderes Ufer weil alles in leichtem Hellblau verschwunden war. Glatt und keine Wellen - in verschiedenen Schichten Blau wirkte der See wie verwunschen.

Wieder zu Hause scheint es als hätte mein Gesicht etwas zu viel Sonne abbekommen. Die Sonne steht inzwischen schon sehr tief und bald wird es dunkel sein.

2016-11-13


kahl

vor gar nicht langer zeit

waren die Blätter der Pappel von gegenüber kaum leicht gelblich geworden und jetzt ist alles kahl. Als ob der Herbst ausfällt und im Spätsommer gleich danach der Winter eintritt.

Alle Blätter liegen auf dem Rasen und dann rückt sicher bald wieder die Grünpflege-Maffia mit ihren Lärmgeräten an. Die mähen sogar Rasen - dh. fahren mit ihrem Monsterrasenmäher über das Gras und machen so die Blätter weg.

Diese unmöglichen Laubpuster produzieren einen fürchterlichen Krach und erreichen nicht viel. Die Blätter pappen trotzdem zuammen und sie nehmen dann doch die Harken und kratzen damit auf dem Beton.

Und dann sind da noch diese Kantenschneider - die machen auch ganz viel Lärm und manchmal nehmen sie zwei oder drei auf einmal - damit es noch lauter wird(?) Und schneiden nur ein paar Halme ab und wirbeln Staub auf - falls es nicht zu feucht ist.

So eine blödsinnige Lärmbelastung und Energieverschwendung! Wer hat nur diesen Unsinn erfunden ...

2016-11-4


aepfel

der apfelbaum hat ganz viele

rote Äpfel in diesem Jahr und ganz ohne Maden, die einen dumm ansehen wenn man den Apfel aufschneidet.

Was macht man mit so vielen auf einmal? Die Schnippelei dauert ziemlich lange. Es sind sechs große Gurkengläser geworden und ich werde wohl doch noch einen Kuchen backen. Und aus den ganz kleinen mache ich vielleicht noch Apfelmus. Zusätzlichen Zucker braucht man überhaupt nicht. Hoffentlich ist trotzdem alles steril und haltbar.

Und es fallen immer noch welche vom Baum ...

2016-10-29


herbst

2016-10-25


im nebel auf dem weg

am See entlang und das gegenüberliegende Ufer verschwindet im Nichts. Die Farben sind blass und mischen sich mit undefinierbarem Grau. An manchen Stellen scheint es fast durchsichtig und dahinter ist es - immer noch grau ...

Es ist kalt geworden und die Bäume beeilen sich mit den bunten Blättern um sie schnell loswerden zu können. Vor kurzem war alles noch überwiegend grün und jetzt geht es scheinbar schnell bis alles kahl ist.

Meine Pflanzen auf dem Balkon hab ich am letzten Wochenende reingeholt - es ist zwar noch kein Nachtfrost, aber die Sonne kommt nicht durch und es bleibt feucht und klamm den ganzen Tag über und ohne Sonne bleibt es viel zu kalt.

Alle freien Plätze sind von meinen Pflanzen belegt und ich werde mir die Wohnung mit ihnen teilen. Merkwürdig ist, dass es irgendwie wärmer ist und es mir gar nichts ausmacht, die Temperatur der Heizung herunterzudrehen, damit sich die Pflanzen besser anpassen können.

2016-10-18


ein starker ostwind

sorgt dafür, dass der See Schaumkronen hat. Ungeschützt vor dem starken Wind hält man es am Ufer nicht lange aus. Man hat das Gefühl, einfach weggefegt zu werden und auf dem Fahrrad ist man auch nicht so sicher. Beim Rückweg kam ich an der Bücherbox vorbei und dort stand gerade ein älterer Mann und kroch fast hinein und sah sich alles ganz genau an. Dort hab ich auch schon Bücher hingestellt und welche mitgenommen.

Ich muss mich beeilen mit meiner halbjährlichen Fensterputzaktion. Bevor die Pflanzen vom Balkon in die Wohnung kommen, müssen alle Fenster fertig sein. Der Platz ist knapp und alle Fensterbretter sind dann belegt.  Aufpassen muss ich auch, dass ich die Fenster irgendwie sichtbar mache. Frisch geputzt und die noch blühenden Pflanzen innen verwirrt die Vögel und sie fliegen mir gegen die Scheibe.

Vor einigen Jahren hatte sich eine kleine Blaumeise das Genick gebrochen. Im letzten Jahr saß eine Blaumeise verwirrt auf meinem Balkon und brauchte eine Weile um sich zu erholen - es hatte ziemlich geknallt, als sie mit dem Kopf gegen die Balkontür flog. Sie saß regungslos da, bis sie dann nach einer längeren Zeit verschwand.

2016-10-14


es ist seit einer woche

wie im Winter so kalt. Weihnachten im letzten Jahr waren ähnliche Temperaturen.

Die Essgewohnheiten werden auch anders. Soviel rohes Gemüse und Obst schmeckt mir im Moment gar nicht mehr -  oder Joghurt - ist irgendwie zu kühlend. Lieber Suppen und gedünstetes Gemüse und Datteln und Mandeln - das wärmt von innen besser.

Aber die Umlagerung von Sommer-und Wintersachen ist unerlässlich, sonst will ich gar nicht mehr raus. Da hilft nur warm anziehnen - und bewegen.

2016-10-09


ahorn_bunt

die blätter werden bunt

und fallen langsam zu Boden. Je nach Windstärke mehr oder weniger auf einmal. Gestern hatte es den ganzen Tag lang immer wieder ganz leicht und kaum hörbar geregnet.

Nachdem ich in diesem Jahr noch keinen richtigen Infekt hatte, bin ich nun doch noch krank geworden. Dieser Prozess hat sich fast zwei Wochen hingezogen und ich dachte, dass ich das auch ohne krank hinbekomme, aber zu Beginn der Heizperiode ist das in jedem Jahr schwierig.

Man zieht sich viel zu dünn an und früh am Morgen ist es noch richtig kalt. Und Mittags fast zu warm - jedenfalls in den letzten beiden Wochen und ich kam überhaupt nicht auf die Idee mal morgens und abends kurz die Heizung anzudrehen.  Wahrscheinlich Gewohnheit aus Zeiten mit Ofenheizung. Heizen hieß Kohlen schleppen - fünfte Etage Altbau - noch bis 1999.

Heute scheint die Sonne, und es verspricht ein richtig schöner und stiller Herbsttag zu werden. Die Heizung ist an und ich habe Kerzen angezündet, da es morgens etwas dauert bis es hell wird. Vielleicht geht ja nachher schon wieder ein kleiner Spaziergang.

2016-10-02


im museum

für Kommunikation laufen Roboter über einen blanken Boden in der Mitte des Gebäudes als ob sie tanzen. Es gibt drei Etagen mit Geländern und Skulpturen. Die Treppen sind aus Marmor und die gesamte Architektur ist sehr schön und eignet sich gut für die verschiedenen Ausstellungen.

Eine kleine Ausstellung in der ersten Etage ist über Sprichwörter und deren Bedeutung. Insgesamt war mir das aber zu viel Text und zuviel zu lesen ... Obwohl auch Videos und ein paar Spielereien dabei waren. Eine Art Generator spuckte auf Knopfdruck ein gedrucktes Zettelchen mit einem internationalen Sprichwort aus. Daneben lagen schon einige Zettelhäufchen mit Texten, die die Besucher dortgelassen hatten.

Ich hatte meins mitgenommen - Pflanze keine Erdnüsse, wenn der Affe zuschaut. Ägypten - Das kannte ich noch nicht. Hm - also ich soll meine Absichten nicht erkennen lassen, wenn ich selbst etwas von der Umsetzung meiner Ideen haben möchte (?)

2016-09-24


und plötzlich ist herbst

- heute haben die Vögel - wahrscheinlich Stare - ein aufgeregtes Konzert veranstaltet und sich auf dem Baum vor meinem Balkon versammelt. Zwei große und breite Pappen - fast wie ein Baum. Meist geht das Getschiepe bis in die Dämmerung, dann wird es plötzlich ganz still und dann fliegen sie los und drehen noch eine Runde bevor es wirklich losgeht.

Heute schien es nur Übung zum Sammeln zu sein, denn es war nachmittags und dann waren sie plötzlich wieder verschwunden. Es waren auch nicht so sehr viele - wenn es wirklich losgeht, ist der Baum ganz schwarz von den Vögeln und es kommen immer noch kleine Trupps hinzu. Manchmal fliegen sie alle auch noch zu einem größeren Baum, wo schon andere warten.

Und dann geht es wirklich los. Aber ein bisschen dauert es wohl noch.

2016-09-17


astern_blau

2016-09-15


fifty ways to look at the mobile ... 

auf Armlänge nach unten gehalten, beginnende Altersweitsichtigkeit - das Ganze leicht schräg, der Kurzsichtige hat es vor der Nase und tippt darauf herum - die Dame wischt es im gleichen Takt, und wie man mit so langen und spitzen Fingernägeln das Teil nicht beschädigt und zerkratzt ist mir ein Rätsel.

Die Teenies stieren Blicks und manchmal mit beiden Händen - man müsste mal eine Typografie finden - eine Einordnung und vielleicht ist die Handhabung dann doch nicht so verschieden wie es auf den ersten Blick scheint. Oder doch generations- und damit altersabhängig? Ich werde demnächst mal darauf achten - wenn ich S-Bahn fahre ...

2016-09-14


im september

gibt es diese ganz milden Tage. Windstill und sonnig und die Einstrahlung der Sonne ist schon merklich zurückgenommen gemessen an der Helligkeit. Das Blau des Himmels ist ein ganz besonderes - duchscheinend und ein bisschen blass.

In der ruhigen Straße nicht weit von meiner Wohnung ist überhaupt nichts los. An einem Gartentor hängen etwa sieben kleine Schultüten - da wird dann heute wohl mit anderen Kindern gefeiert.

Mir kommen Familien mit Omas und Tanten entgegen mit Schultüten in unterschiedlicher Größen. So eine Einschulung ist ja inzwischen ein richtiges Event geworden.

Morgens dauert es schon länger bis es richtig warm wird obwohl die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint. Die Sommerzeit hat alles irgendwie  nach vorn verschoben - eigentlich wäre die Zeit für eine Stunde später schon richtiger ...

2016-09-10


weil so schön die sonne

schien bin ich auf dem nach-Hause-Weg schon Bellevue ausgestiegen und bis Friedrichstraße gelaufen. Der Weg schlängelt sie an beiden Seiten der Spree entlang und es sind viele Jogger und Fahrradfahrer unterwegs.

Die vorbeikommenden Schiffe haben Namen wie Europa, Fortuna, Nostalgie, Berolina ... Das Polizeischiff heißt Seeschwalbe.

Jetzt kommen Condor, verschiedene Frauennamen und Spreeprinzessin und das Wassertaxi Adele. Die Zahl der Schiffe ließe sich reduzieren, denn sie sind meist nur zu einem Drittel besetzt und es wird ziemlich eng auf der Spree. Ein  kleiner alter Dampfer heißt Arkona.

Die Stadtführungen auf den Schiffen - auch auf englisch - lassen die Köpfe der Passagiere nach rechts und links wenden, damit sie auch nichts verpassen.

2016-09-09


spaziergang im botanischen garten

rote graeser

2016-09-03


in der mittagspause

gehe ich oft spazieren. Das Herumgesitze bekommt mir nicht so richtig. Es ist eine schöne Gegend, mit restaurierten Altbauten und vielen Blumen auf den Balkonen.

Und heute hab ich mich mal wieder total verlaufen. Die Straßenaufteilung geht in Kurven und Diagonalen und man weiss dann oft nicht mehr, wo man genau ist und muss ja den ganzen Weg auch wieder zurück ...

In der Nähe der Bahngleise stand in einem langen Streifen eine kleine Gartenkolonie. Mit einem Zaun grenzte sie an die Rückseiten der Höfe zu den Häusern und dort führte ein schattiger Weg entlang. Über die Gleise hinweg konnte man die Autobahn sehen. Dann eine kleine Tür im Zaun und man kam wieder nach vorn auf die Straße.

Inzwischen war die Stunde Pause schon fast um und ich ziemlich viel gelaufen. Da habe ich mir dann doch noch etwas zu essen geholt - und blieb aber trotzdem insgesamt beim zu-spät-kommen noch im Akademischen  Viertel.

2016-09-01


heute abend

mit dem Fahrrad noch zum See gefahren. Auf dem leeren Spielplatz beim Vorbeifahren eine hellbraun und weiss gestreifte Katze gesehen, die auf einem  Podest saß von dem eine kleine Strickleiter hing. Saß und guckte ohne sich zu rühren. Ob sie wohl die Strickleiter runterklettert?

Am See stand die Sonne schon ganz tief und färbte die Seegel der Boote ganz orange. Die Möven hatten bei ihrem Flug einen von unten orange angestrahlten Bauch. Nur ein kleiner Knatterkahn mit Stoffdach störte. Für den Lärm den er verursachte fuhr er viel zu langsam.

Wird Zeit, dass der See endlich für Motorboote gesperrt wird! Kurz nach der Wende war das schon mal so. Warum wurde das wieder aufgehoben? Ist schließlich Trinkwasserschutzgebiet.

2016-08-27


der sommer scheint

sich noch einmal so richtig Mühe zu geben, aber es wird schon recht spät hell und kurz nach fünf ist es noch dunkel. Also Zeit, nicht mehr immer um halb vier wach zu werden.

Das Blau des Himmels erinnert an endlose acht Wochen Ferien. Mir fallen solche Sommertage im August ein - da waren das Licht und die Farben wie jetzt auch und auf dem Hof sind wir unter den Rasenprenger gerannt und barfuß auf der Wiese herumgelaufen.

2016-08-26


eigentlich blüht der erst im herbst

hibiskus_web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2016-08-18


heute auf einem spielplatz

Frühstück gegessen und den Spatzen beim Baden zugesehen. Kreisförmig angeordnete Wasserstrahl-Spender hatten in der Mitte eine Pfütze entstehen lassen. Es war heute kühl und bedeckt.

Ein kleiner Junge von ca. zwei Jahren schob sein Dreirad in die Pfütze und hielt seinen Kopf samt Hut andächtig in einen Wasserstrahl. Seine Schuhe standen in der Pfütze und Wasser getrunken hatte er auch gleich noch. Hielt einfach seinen Mund in den sanften Bogen den ein Strahl verursachte. Die Mutter prüfte die Feuchtigkeit der Kleidung und nahm ihm die nasse Mütze ab. Sonst schien alles in Ordnung.

2016-08-15


fahrrad fahren

ist lebensgefährlich. Immer öfter - wenn ich auf der Straße fahre - begegne ich rücksichtslosen Autofahrern. Mindestens eine Seite der Straßen ist zugeparkt und Autos im Gegenverkehr fahren nicht weit genug auf ihrer rechten Seite. Heute hatte ein entgegenkommendes Auto ganz plötzlich beschleunigt, und mich an die dicht parkenden Autos gedrängt. Ein Glück dass keine Tür aufging. Ich konnte nirgends ausweichen. So schnell zwischen den parkenden Autos durch - die stehen viel zu dicht. Und ich kam mit viel Gepäck vom Einkaufen - also nicht so beweglich. Das Auto war ca. 20 cm an mir vorbei - hatte rechts aber viel mehr Platz gelassen. Erwarten die, dass man sich einfach in Luft auflöst? Absteigen ist auch keine Lösung, da man dann noch mehr Platz in der Breite braucht ... Oder sehen die einen nicht?

Bei manchen merkt man, dass sie selbst nicht Fahrrad fahren, sonst müssten sie wissen, dass man zwar langsam fahren kann, aber nicht stehenbleiben. Dann fällt man nämlich einfach um.

Kurz davor hatte ein entgegenkommender Umzuzugswagen vor mir nach links abgebogen und stand dann noch nicht ganz um die Ecke rum einfach da. Ich fahre vorbei und er fährt plötzlich rückwärts! Das war knapp.

Wenn hinter einem ein Auto fährt kann es eigentlich nicht überholen und nervt und brummt und drängelt bis man endlich auf den Fußweg ausweicht, wo man dann von rechthaberischen älteren Herrschaften angemeckert wird, die sich mitten in den Weg stellen, statt etwas an der Seite zu laufen, damit man vorbeikäme.

Aber auf der Straße ist es einfach zu gefährlich.

2016-08-13


wenn man etwas sucht

im Internet ist es schwierig geworden etwas wirklich Brauchbares zu finden. Das wird irgendwie immer schlimmer. Ich kann alles mögliche kaufen, Newsletter bestellen und Gutscheine einlösen. Es gibt unzählige Foren und Seiten wo Leute meinen, jemand könnte helfen wenn es da oder dort weh tut. Wikipedia ist irgendwie eine Institution geworden und da kann man auch manches finden. Es wird sogar zitiert - so wie früher beim großen Brockhaus o.ä.

Aber wenn ich etwas Spezielles suche, bekomme ich Werbung mit Zeitungsabos angeboten und die neuesten Ernährungstipps - wenn mein Werbeblocker die Seite nicht kennt. Viele nervende Bildchen und Animationen lassen sich nicht mehr mit Werbeblockern ausschalten. Vielleicht erbarmt sich ja ein Programmierer und erfindet was zum Ausschalten von diesen "Neuerungen".

Öfter fällt mir bei diesen Massen an Dingen, die man ja vielleicht gar nicht braucht   auch ein alter Werbespruch aus SED-Tagen ein - Ziel war ... die immer bessere Befriedung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse des Volkes ... und das war dann auch irgendwie der Anfang vom Ende. Besonders unzufrieden waren doch die, denen es eigentlich gut ging und die ausreichend Geld hatten - und es nicht ausgebene konnten. Die Angepassten des DDR-Systems hatten meist einen guten Start nach der Wende - die Kontakte von Stasi und Partei halfen, schnell einen neuen Job zu finden und sich in dem neuen System zurechtzufinden.

Die Idee war gut, der Mensch nicht dafür gemacht. Das erinnert mich an das Märchen vom Fischer und seiner Frau und daran, dass sich wohl nichts verändert hat und die Menschheit nicht klüger geworden ist.

2016-08-10


update

- es hat alles geklappt und es ist doch immer wieder vorher ein blödes Gefühl, alte Software könnte irgendwie nicht mehr funktionieren ...

Einige Icons sehen ein wenig anders aus als vorher und sonst habe ich eigentlich keine größeren Veränderungen erkennen können. Aber wer weiss, was da alles im Hintergrund so passiert und spioniert und harmlos tut. Ständig soll man irgend etwas updaten und am besten gleich alles neu kaufen. Ob es auch Leute gibt, denen so etwas Spaß macht? Da bleibe ich doch eher bei dem Spruch "never change a running system".

2016-08-09


im august

ist der Sommer eigentlich schon vorbei ...

und es ist immer noch regnerisch und kühl. Wird wohl nichts mehr in diesem Jahr. Schade - muss ja für den ganzen Herbst und Winter reichen.

Heute morgen im Schwimmbad waren nur ein paar Eltern mit ihren Kindern. Die spielten im Sand als wären sie an der der Ostsee und das vermurkste Wetter war ihnen egal.

Ein Gartenarbeiter hat  Wasserpflanzen zusammengeharkt und zu kleinen Häufchen sortiert. Eine einsame Ente schnatterte vorbei - wo sind die anderen? Die kommen doch sonst immer zu mehreren. Der Wind war ziemlich stark und die Wellen nicht zu verachten - zumindestens für Paddelboote und andere unmotorisierte kleine Boote.

2016-08-04


logo2016-07-31


ferien

sind in diesem Jahr sehr spät. In Süddeutschland haben die Schulferien jetzt erst begonnen. Der Siebenschläfer ist noch nicht vorbei und so richtig Sommer ist eigentlich auch nicht. Auf dem Balkon ist es abends fast zu kühl.

Bis jetzt hatte ich überlegt vielleicht doch noch wegzufahren. Aber das fällt wohl aus in diesem Jahr.  Vielleicht ein wenig mit dem Fahrrad herumfahren. Baden gehe ich lieber an der Ostsee. Und so lange am Strand herumligen ist auch doof. Lieber unterwegs sein.

2016-07-30


zeitung lesen

im internet geht nur mit Werbeblocker. Ich kann nur lesen, wenn nichts blinkt oder wackelt. Wenn ich mal an fremden Rechnern unterwegs bin, bin ich entsetzt, was da eigentlich alles noch zu den Seiten dazu gehört.

Internet das ist für mich zu Hause und nicht unterwegs. Aber warum die Leute so ihre Apps haben und Zeitungsverträge, die diese Werbung unterdrücken ist schon klar - aber kostet auch. Die anderen stört das wohl auch beim lesen. Aber für wen ist denn dann diese Werbung? Wenn eigentlich jeder die möglichst gar nicht haben will ... und manchmal findet man beim Zeitung lesen auch nette Anregungen - Badewannenboot

2016-07-29


musik hören

und davonfliegen. Abends bleibt das Radio meist von nerviger Werbung verschont. Als ob die irgendwas bringen würde ... Eher das Gegenteil. Dass man etwas nicht kauft, weil einen die Werbung so nervt. Weil man nicht schnell genug ausgedreht hat. Diese Wiederholungen machen aggresiv und wütend. So ein dummes Gequatsche. Ob die anderen Ohren haben die man zuklappen kann? Die scheint das nicht zu stören - wie schaffen die das nur?

Muss wohl an meinen Ohren liegen. In Verkehrsmitteln muss ich die mir oft zuhalten, weil ich diesen ständigen Lärm einfach nicht vertragen kann. Vielleicht ist für mich einfach alles nur viel lauter als für andere ...

2016-07-28


in den verkehrsmitteln

wird viel gelesen. Besonders Bücher - richtig dicke Wälzer.
Gegenüber sitzen zwei Frauen, eine mit "Erst wenn du tot bist" und die andere mit "Die Kleptomanin" von Agatha Christie. Krimis sind also gut für für längere S-Bahnfahrten. Und ein älterer Mann schräg gegenüber guckt sehr finster unter seinem Cäppi - er sieht aus wie aus einer Zigarettenwerbung für Outdoor -  und liest einen Horrorroman. Von John Maxim.

Inzwischen steigt ein Fahrrad ein - scheppert und wird fast in der zugehende Tür eingeklemmt. Der abgehetzte Besitzer  steht dann schnaufend daneben und versucht sein Fahrrad sicher hinzustellen - was auch wieder erheblichen Lärm verursacht. Warum hatte er es nur so eilig und ist nicht mit der nächsten Bahn gefahren? Auf dieser Strecke kommt doch schnell der nächste Zug ...

Inzwischen ist der Horror-Romanleser verschwunden und ausgestiegen in den kommenden Tag. Stattdessen nahm einer mit Schlips (ohne Anzug) platz und blätterte etwas lustlos im Capital. Titel: "50 stille Aktienstars" - auch der stieg bald wieder aus.

Also ich könnte gar nicht lesen in der Bahn - gibt ja soviel zu gucken. Und gerade fiel das Fahrrad mit viel Getöse wieder um. Die Strecke geht oft in Kurven und wenn der Fahrer etwas schneller fährt, werden auch die Insassen hin und hergeschüttelt.

2016-07-27


die s-bahn

tut was für die Fittness ihrer Fahrgäste ...

Nachdem der Zug vor Rummelsburg 5 bis 10 Minuten gestanden hatte und keine Einfahrt hatte, mussten wir in Rummelsburg alle raus! Empfohlen wurde zu-Fuß-gehen bis Ostkreuz. Erst wollte ich zum Nöldner Platz, weil ich dann in Ostkreuz drin sitzen bleiben kann, dann wusste ich aber die Richtung nicht so genau und reihte mich ein in den Trott Richtung Ostkreuz. Alles eine einzige Baustelle und abgezäunt, so dass nur ein schmaler Weg blieb.

In Zweierreihen zog sich der Pfad der Spaziergänger und von dieser Richtung aus wirkte der Bahnhof gigantisch mit mehreren riesigen Brücken. Vorbei ging es an einer großen Inschrift an einer alten Mauer "only anarchists are pretty" ... Dies ist also die Botschaft des Tages (?)

Ich bin dann die Treppen zum Fernbahnteig hochgelaufen und dann über den ganzen Bahnsteig und am Gleis "in die Stadt" wieder runter. So kann man in Ostkreuz also auch umsteigen! Ganz entspannt und ohne Gerenne und Geschubse.

2016-07-26


eigentlich mag ich wärme

aber das ist mir jetzt doch zu viel. Man kann überhaupt nichts mehr machen und ist am abend viel zu müde um noch mal rauszugehen.

Bleibt nur Musik hören, das ist nicht so anstrengend und hab ich in der letzten Zeit viel zu wenig gemacht. Musik ist Schwingung und Schwingung ist Leben. Und manchmal denke ich auch, dass Leute, die z.B. den gleichen Sender im Radio hören irgendwie sich auf ähnlichen Wellen bewegen und sich so auf geheimnisvolle Weise synchronisieren müssten ...

2016-07-25


heute den tag vertrödelt

mit hellblau und weiss. Auf dem Balkon und in einem kleinen Hof mit vielen Blumen im Liegestuhl in den Himmel geguckt. Viele schöne weisse Wolken, Melone gegessen und Kaffee getrunken. Der Kater vom Nachbarn kam vorbei und legte sich in den Schatten.

Erst am Abend mit dem Fahrrad durch den Ort gefahren und am See gesessen und der Sonne beim Untergehen zugesehen. Man merkt schon langsam, dass es früher dunkel wird und  früh um vier ist es auch nicht mehr hell. Mein Lampignon auf dem Balkon ist schon angegangen - sieht immer ein bisschen aus wie Kindergeburtstag.

2016-07-24


keine kraft                                                                                          

für irgendwas. Dabei ging der Tag so schön los - Sonne, blauer Himmel, Balkon saubermachen. Ziemlich viele Pflanzen müssen versorgt werden - wie ein kleiner Garten.

Dann sogar noch in der Wohnung weitergemacht und weil staubsaugen so laut wäre, nur gewischt. Dann wollte ich noch Einkaufen und am See liegen ... und das fiel dann aus. Merkwürdige Schwäche, alles zu anstrengend. Schwühl war es eigentlich nicht und krank werde ich hoffentlich auch nicht.

Morgen dann aber unbedingt das schöne Wetter nurtzen, Fahrrad fahren und vielleicht auch um den See fahren und an schönen Stellen baden gehen. Zu anderem keine Lust und lange Fahrerei in Verkehrsmitteln macht auch keinen Spaß.

Heute abend reicht die Kraft nur noch zum auf dem Balkon sitzen. Auch schön.

2016-07-23


heute ist hängemattentag                                                       

haben sie heute morgen im Radio erzählt. Soll aus den USA kommen ...

Vielleicht wird es ja wie bei Hallowyn - hat ja vor 20 Jahren hier auch noch keiner zelebriert. Dieser etwas kuriose "Feiertag" soll daran erinnern, wie wichtig Muße und Entspannung sind. Und dass es so etwas wie eine "kreative Faulheit" gibt. Faulheit ist viel zu negativ besetzt und hat eigentlich eher etwas mit mangelnder Motivation zu tun.

Die Motivation kann ja auch ganz plötzlich wiederkommen, wenn man eben mal gar nichts tut und die Zeit anhält. Abstand gewinnt und aussteigt aus seinem gewohnten Trott.

2016-07-22


fächer  scheinen wieder modern                                           

zu sein, denn in den letzten Wochen hatte ich sie schon mehrmals in Aktion erlebt.

Dabei war es doch nun wirklich nicht so warm. Klar, das Wetter ist irgendwie immer noch doof und hält sich nicht einmal einen ganzen Tag - schon regnet es wieder. Und im Regionalzug zieht es regelrecht. Das Gewedel wirkt auf mich irgendwie hektisch und alles andere als entspannend und der entstehende Wind ist mir im Gesicht auch unangenehm. Ich verstehe nicht, wie man sowas schön finden kann und die Luft wird dadurch nicht besser wie behauptet.

Heute morgen im Zug hatte ich eine wiedererkannt. Sie setzte sich mir genau gegenüber. Ohne diese unangenehmen Bewegungen. Den Fächer sah ich in einer Seitentasche ihrer Handtasche. Heute war ihr offenbar gar nicht zu warm.

In Spanien soll es ja mal eine Art  Zeichensprache mit Fächer gegeben haben und vielleicht hab ich eventuelle Zeichen nur nicht gesehen (?)

Oder es sind einfach gestresste Frauen die Aufmeksamkeit brauchen - ich werde in Zukunft versuchen einfach nicht genervt zu sein.

2016-07-21


abends am see                                                                         

war es wie Urlaub. Segelboote, Ruderer und die Paddler auf dem Brett, die ganz leise und langsam in die Abendsonne gleiten.

An einem kleinen Vorsprung ist Sonne  bis zum Schluss. Ein Imbiss sorgt für Getränke und essen kann man wohl auch etwas. Die Liegestühle haben sich einvernehmlich vorwiegend nach Westen ausgerichtet - wie im Kino - gucken die Leute Sonnenuntergang. Man kann merken, dass heute letzter Schultag war und Gruppen von Eltern mit ihren Kindern sitzten zusammen und besprechen Pläne für die kommenden Ferien.

Die Sonne plumpst nicht in den See sondern geht über Bäumen und der Uferbebauung unter.

2016-07-20  


heute auf dem weg in die stadt                                            

kam mir eine kleine Geschichte von Heinrich Böll in den Sinn. Über einen Fischer und einen Touristen und ein kurzes Gespräch und die Belehrungen des Touristen …

Wenn man einfach sich vorstellt, man würde von etwas weiter oben auf das Gewusel der Leute schauen und eigentlich gar nicht mehr versteht, was die da alle so machen - alles was so wichtig scheint ist dann etwas relativiert und vereinfacht.

Als ich so aus dem Fenster sehe beim kurzen Aufenthalt des Regionalzuges kommt einer von draußen an die Scheibe und zeigt mir den sogenannten Stinkefinger (wo diese Geste samt Bezeichnung wohl herkommt?) - ganz spontan stecke ich ihm die Zunge raus und die Umsitzenden lachen. Der da draußen ist sichtlich irritiert und versucht seine Geste am nächsten Zugfenster, wo offenbar auch die gewünschte Reaktion ausbleibt, bevor er missmutig davon trottet.

2016-07-19


warum die leute                                                                 

über das am meisten meckern und schimpfen, was sie selbst gerade tun?

Das ist mir schon öfter aufgefallen. Ein Beispiel: ich fahre gerade den Fußweg einer holperigen Kopfsteinpflasterstraße mit dem Fahrrad nach Hause - machen hier fast alle so. Auf der Straße sind die großen runden und die kleinen Steine vom Fußweg haben viele Dellen vom auf und zu der Straßen und den schweren Baufahrzeugen der letzten Jahre.

Also ganz langsam, so konnte ich hören, was die zwei so besprachen - beide hatten den Fußweg komplett blockiert und dachten gar nicht daran ein wenig Platz zu machen. Das Fahrrad der einen nahm quer die ganze Breite ein und ein Fußgänger wäre natürlich auch nicht vorbeigekommen.
Also über die Rumpelstraße zum gegenüberliegenden Fußweg - … "ach diese Unfreundlichkeit der Menschen" usw. - mit mir hatte das offensichtlich nichts zu tun, denn ich hatte weder Grimassen geschnitten noch die Zunge rausgesteckt - ich drehte mich um und sagte dann zu Ihnen - ja genau! - und die guckten sehr verdutzt.
Ich fand das jedenfalls anmaßend und rücksichtslos und unfreundlich, so wenig auf andere einzugehen und nicht ein bisschen zur Seite zu rücken.

2016-07-18 


wohne in einer ruhigen gegend

und sonntags wirkt es richtig verpennt wie auf dem Dorf wenn um 9.30 die Kirchturmglocken leuten.
Meine Mitbewohner sind meist nur zu hören, wenn ich beim Gießen mal wieder nicht genug aufpasse und ein paar Tropfen irgendwie die unteren beiden Balkone erreichen.
Dabei gieße ich extra langsam, damit so was nicht passiert. Aber es wird unterstellt, als machte ich das mit Absicht …
Was machen die nur wenn es regnet? Da tropft es dann von überall von der Balkonbrüstung und niemand kann etwas dagegen tun.
Aber vielleicht sitzen die immer heimlich auf ihrem Balkon und achten darauf, ob es nicht etwas zu meckern gäbe (?)

2016-07-17


mein wetter-gemecker

wurde erhört … und jetzt ist plötzlich wieder Sommer.
Beim Einkaufen auf dem Weg mit dem Fahrrad kamen mir ein paar Läufer entgegen - daran merkt man, dass Wochenende ist.
Der größere Teil machte einen recht zufriedenen Eindruck.
Aber manchen sieht man auch an, dass es ihnen eigentlich gar keinen Spaß mach. erschöpft und missmutig - weil man denkt das sei gesund (?) - überzeut mich nicht. Genauso wenig wie einige der sogenannten „Müslis“ aus den Siebzigern. Die guckten gar nicht freundlich und etwas verhärmt.
Mir wiederum glaubte man nicht, dass ich Haferflocken gern esse und nicht irgendwie krank bin und mir sowas reinzwingen muss. Dumme Sprüche wie „sieht ja so gesund aus“ - als müsse man sich für gesundes Essen rechtfertigen?
Mein Haferpampi ist jetzt jedenfalls gesellschaftsfähig geworden und wird sogar in Cafes als Frühstück angeboten.
Schon damals, als ich noch Frühstückskörner für meinen Sohn kaufte hatte ich mich gewundert, dass da fast überall zusätzlicher Zucker und ein Haufen anderer Kram drin war - und dann mit kalter Milch (igitt) oder wenigstens Joghurt und das sollte gesund sein?
Ich suchte dann die Produkte ohne Zuckerzusatz und Fett heraus - sicher nicht immer zur Freude meines Sohnes.

2016-07-16


der sommer

fällt wohl aus in diesem Jahr. So kalt? Also im Mai die Eisheiligen, im Juni die Schafskälte, aber was ist Mitte Juli? Gibt es da auch irgendwelche Bauernregeln oder Erklärungen? Das geht nur mit dicken Wolltüchern und man weiss gar nicht, was man anziehen soll.

Oder ist das der Beginn vom Herbst  - das kann doch nicht sein.

Alles scheint ganz unwirklich wie aus der Zeit gefallen.

2016-07-15


essen

wird zur Weltaschauung. Darüber scheinen sich Einige zu definieren. Daran merkt man, dass zu wenig Spirituelles da ist und etwas anderes dazu benutzt wird. Etwas, was jeder tut - essen - wer nicht isst, ist in ca. 40 Tagen tot.

Ernährungslehren und Ratschläge gibt es unzählige und man sollte nicht immer alles zu ernst nehmen.

Und daran denken, dass nicht alles was für den einen gut ist, dies auch für mich sein müsste. Und keine Radikalisierung oder Übertreibung!

Also: möglichst viel über Ernährung wissen und nachlesen, sich selbst beobachten wie es einem mit diesem oder jenem so geht - und dann einfach essen, was einem schmeckt! Ich glaube, angstfrei und mit Spaß essen ist einfach am besten.

2016-07-14


haare wachse

sehr langsam. Vor einem halben Jahr hatte ich sie ganz kurz geschnitten und jetzt muss ich noch mindestens ein halbes Jahr "ohne Frisur" rumlaufen. Mit Tüchern ginge das zwar, aber da muss ich gleich wieder an die Beschimpung von einem Kettenraucher bei einer längeren Bussfahrt denken - die Frischluftzufuhr funktionierte nicht richtig und ich fragte ihn, ob er nicht wenigstens nachts weniger rauchen könne ...

"alternative Ökotante" giftete er mich an. Da war meine Haar-Situation ähnlich und ich hatte ein buntes Tuch um den Kopf und es war auch Sommer wie jetzt.

Tücher sind heute eher gesellschaftsfähig, denn es ist schon über zwanzig Jahre her. Aber so richtig mag ich die Tücher-Phase auch nicht und ich fühle mich weder öko noch alternativ.

Wie der nur darauf kam (?)

2016-07-13


blasse sonne

schaut weisslich durch graue Wolken - dazu ist es schwühl und warm, aber im Schatten doch nicht zu sehr ...

Was ist denn das nur für Wetter? Das soll Sommer sein und es wird einfach nicht besser. Grau und irgenwie seltsam. Die Farbe der Blätter wirkt dunkel - nicht genug Licht - wer weiss.

Vielleicht ist es wie beim "Schattentee" - wenn die Sonne verhindert wird werden die Blätter dunkelgrüner und alles wirkt dann insgesamt dunkler.

Für den Schattentee wird ca. drei Wochen vor der Ernte mit Bambusmatten die direkte Sonneneinstrahlung verhindert.

Uns machen die ständigen grauen Wolken einen ständigen Schatten - vielleicht ist das auch für uns gut - der Tee ist jedenfalls besonders.

2016-07-12


mit dem regionalzug

zu fahren ist ein bisschen wie früher als Kind zu verreisen als einem noch alles so groß und weit vorkam. Wie  kleiner Vorortbahnhof und alle warten auf den Zug.

Ein richtiger Sommermorgen und es war einem schon vor acht in der Sonne zu heiß. Zehn Minuten vor Abfahrt war es noch relativ leer auf dem Bahnsteig und als es los ging  waren es dann ganz viele. Die Sitze sind bequemer als in der S-Bahn und wenn das die 2.Klasse ist dann ist die S-Bahn 3. Klasse ...

Die Umsteigerei Karlshorst ist recht entspannt und man hat unsere S-Bahnstrecke ja auf Jahre einfach abgehängt. Ostkreuz ist es ein treppauf und treppab und Fahrstühle funktionieren nicht oder Rolltreppen sind auch schon wieder mal kaputt. Und die umsteigende Menschenmasse ist im Berufsverkehr einfach zu groß. Nicht einmal mehr zum Hauptbahnhof kann man durchfahren - mit Gepäck und Fahrrad oder Kinderwagen - wie viele Jahre der Umbau wohl noch dauert?

2016-07-11


heute morgen

beim Betten beziehen eine Mini-Raupe entdeckt - für Motten eher zu groß und das sind auch immer mehrere auf einmal. Bei meinen vielen Wollsachen wäre das nicht so toll.

Dabei kam mir eine Zeile in Erinnerung: "jegliches hat seine Zeit" ... (falls doch Motten und die alles wegmampfen) von den Puhdys. Und da in der DDR die Bibelkenntnisse nicht gerade umfassend oder gar nicht vorhanden waren, war ich recht erstaunt 1975 in einer katholischen Studentengemeinde zu hören, dass der Text dieses Liedes auf das Buch Salomo und weitere Bibeltexte zurückgeht.

Ob die Zensoren das wohl bemerkt hatten?

2016-07-10


durchblick

heute eine neue Brille und es ist einfach faszinieren, was die Optiker inzwischen so alles können. Eigentlich brauchte ich schon seit Jahren eine neue Brille, die es schafft die verschiedenen Abstände zu integrieren. Aber ich habe es immer wieder hinaugezögert. Schließlich ist es ja eine auch ziemliche Investition. Ich glaube dass es wirklich praktisch ist, zum Schreiben, am Rechner und in der Ferne ohne einen ständigen Brillenwechsel alles sehen zu können.

Ansonsten war es ein recht seltsames Wetter, dunkel und irgendwie unfreundlich obwohl eigentlich warm und doch sommerlich.

Da die Sonnenwende vorbei ist, geht es genaugenommen schon wieder auf den Winter zu. Das könnte etwas melancholisch stimmen, aber Sommer ist es noch bis Ende August. Draußen sein, Fahrrad fahren und spazieren gehen. Und den Vögeln zuhören.

2016-07-09


die kleinen dinge

sind es die so wichtig sind - und so wenig beachtet werden. Ein stiller Morgen auf dem Balkon, das Rauschen der Blätter, das Kind das einen gerade anlächelt und der Duft vom Bäckerladen gegenüber und die Blüten sind auch gerade aufgegangen.

Das Gefühl, da zu sein und das es schön ist, was einen umgibt. Diese Schönheit gibt dann die Kraft für den kommenden Tag.

Innehalten, umdrehen, in die entgegengesetzte Richtung gehen - einfach etwas ein kleines bisschen anders machen als gewohnt.

Als ob jemand einen Vorhang aufzieht und Licht hereinlässt und die Farben intensiver werden - einfach wunderbar.

2016-07-08