die kleinen dinge

jetzt ist schon richtig herbst

und ich war heute Nachmittag mit meinem Fahrrad unterwegs zur Taborkirche und zur Waldkapelle, weil beide heute zum Tag des offenen Denkmal geöffnet waren. Innen hatte ich sie bisher noch nicht gesehen. Auf dem Rückweg war ich noch auf dem Gelände vom Wasserwerk und hatte mich am See auf eine Wiese in die Sonne gelegt. Man konnte die Ahnung und die Hoffnung auf einen vielleicht doch noch schönen Herbst bekommen.

2017-09-10


mein großer gelber hibiskus

2017-09-06


auf meinem weg

zum Schwimmbad fiel mir ein, dass da jetzt dransteht, dass es immer erst um Neun aufmacht. Als ich ankam war es kurz nach halb neun und es war schon offen. Ich hatte mich nah am Wasser auf eine Bank gesetzt und konnte die Wildgänse beobachten. Eine Gruppe von etwa fünfzehn nahmen gemeinsam ein Bad, schlugen sehr kraftvoll mit ihren Flügeln und tauchten unter und planschten. Nach einer Weile stellten sie sich ganz vorn ins flachen Wasser und ließen mit lautstarkem Flügelschlagen ihre Federn trocknen. Und dann putzten sie sich recht ausgiebig. Zu ihren Füßen schwammen ganz viele kleine Flaumfedern. Gestern morgen war noch richtig schönes Wetter mit fast wolkenlosem blauen Himmel. Aber es war noch recht kühl. Die Gänse schienen kräftig und gesund und ich musste schon an die Zeit denken, wo sie ganz oben am Himmel pfeilfömig mit ihren typischen Lauten auf ihrer großen Reise nach Süden sind und sich immer noch kleine Grüppchen anschließen.

2017-08-31


gestern auf meinem balkon

flatterte aufgeregt ein Meisenpärchen herum. Setzte sich auf meinen Stuhl draußen auf die Lehne und inspizierte meinen großen Hibiskus der ziemlich dicht gewachsen ist den Sommer über. Die erste der gelben gefüllten Blüten wird sicher bald aufgehen. Wollen die etwa schon wieder ein Nest bauen? Im Frühling kommt das auch vor, das sie neugierig und aufmerksam in meinen Planzen herumhüpfen und ich hab dann Bedenken, sollten sie tatsächlich ein Nest bauen wollen. Ich muss ja meine Pflanzen gießen und das würde stören und sie würden dann bestimmt  Angst bekommen. Und über mein Glasdach vom Balkon latscht öfter mal eine Krähe und  ich hoffe, dass sich die Krähen und Eichhörnchen, die manchmal über das Geländer vom Balkon laufen, und die Bäume hoch und runter flitzen, vertragen. Und die kleinen Blaumeisen immer schnell genug sind ...

2017-08-25


und nun wird doch schon herbst

und es ist morgens noch ziemlich kalt und man braucht abends schon warme Sachen. Mittags ist es wenn die Sonne scheint noch schön aber der Sommer ist wohl wirklich vorbei und war gar nicht richtig da. Mein Roter Hibiskus blüht schon seit Juni und die Gelben mit den gefüllten Blüten haben auch schon viele Blütenknospen und werden bald aufgehen.

2017-08-23


auf meinem balkon

wachsen die Pilze und es regnet schon wieder. Seit heute morgen schon und es sieht nach Dauerregen aus. So richtig schön sind die Aussichten auf den Tag damit nicht. Aber es ist wenigstens nicht so kalt. Gestern hatte man noch denken können es bleibt noch einige Tage ein bisschen Sommer.

 

 

 

 

2017-08-16


Es ist schon wieder

ein paar Tage her, dass man abends am See sitzen konnte beim Sonnenuntergang. Dann war es schon wieder grau und nass und kühl und man muss auf das bessere Wetter hoffen. Es war ziemlich voll bei Gestrandet und auch eine Schwanenfamilie kam angeschwommen zur breiten Treppe, wo vorn auch ein paar Leute saßen. Eindrucksvollen Fauchen und Zischen sorgte für Belustigung aber auch für Respekt. Kleine Kinder wurden lieber auf Abstand gehalten und die Schwanenkinder waren schon ziemlich groß aber noch ganz dunkelgrau und guckten interessiert.

2017-08-13


auf dem weg

zum Erpetal konnte man heute die heruntergefallenen Äste sehen - teilweise 15 cm dick und meist waren es Eiche und Ahorn. Gestern Nachmittag gab es ein kurzes und plötzliches Unwetter. Und dass so viele Schäden an den Bäumen entstanden waren, hatte man gar nicht vermutet. Riesige Pfützen waren mit dem Fahrrad zu durchqueren und über manche Äste musste man das Fahrrad tragen.

Ich bin diesmal schon um acht Uhr hingefahren. Früh morgens sind die kleinen Bullen nämlich von der S-Bahn aus meistens zu sehen, und wenn man später vorbeikommt sind sie weg.  Auch von den Weiden sind Äste abgebrochen und das schien eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Das ganze Erpetal ist überflutet und man kann auch nicht am Fluss entlaunglaufen, weil sich große Seen gebildet haben. Die Aufräumarbeiten hatten schon seit dem frühen Morgen begonnen und in einem Garten lag eine große umgeknickte Birke. Am Wegesrand waren schon Bäume abgesägt und überall lagen die abgerissenen Äste in verschiedenen Größen herum.

     

2017-08-04


endlich ein bisschen

Sommer und auch nachts bleibt es warm. Es ist alles grün und in den Vorgärten blüht alles. Aber da es immer ziemlich schwül ist, hängt man auch ziemlich herum und will sich gar nicht bewegen. Das überwucherte Tor scheint wie der Eingang zu einem verwunschenen Garten.

2017-08-02


regen, regen, regen

und wenn man aus dem S-Bahnfenster guckt, dann sieht man ganz viel Grün und üppiges Wuchern und auch ganz viele Blumen. Sonst ist es um diese Zeit oft viel zu trocken und man sieht viel vertrocknetes Gras und die Farben sind ganz anders. Es ist wenigstens nicht kalt, wenn es schon so nass ist. Der Kater vom Nachbarn hat sich auf einer Mauer vor dem Schuppenfenster einen halbwegs trockenen Platz gesucht. Dort sitzt er wie ein Standbild und rührt sich nicht und guckt auf den Garten und den Regen.

2017-07-26


ein kleiner grashüfper

sprang mich in der S-Bahn an. Vorher hatte ich ihn auf dem Fußboden entdeckt und er krabbelte nun eifrig auf meiner Kleidung herum. An der nächsten Station wollte ich ihn eigentlich in die Freiheit entlassen - aber im letzten Moment hatte er sich anders entschieden und sprang  wieder zurück zu mir und die Türen gingen zu. An der nächsten Station wollte ich dann aussteigen und er blieb auf meiner Hose sitzen. Die Bewegung  des Laufens schien ihn nicht zu stören und er blieb. Unter einem Baum war alles grün zugewachsen und dort setzte ich ihn dann hin. Es ist eine sehr befahrene Straße und ich hoffe das er sich dort im Grünen wohlfühlt und groß wird. Sie können ja richtig riesig werden - ca. vier Zentimeter lang ziemlich dick und schwer - aber solche Riesengrashüpfer hab ich erst zwei bis dreimal gesehen. Ich hab das noch sehr eindrucksvoll in Erinnerung, als mir einmal ein großes Exemplar von draußen durch das Fenster auf den Bauch gesprungen kam, als ich gerade beim Lesen war. Da hatte ich mich doch ziemlich erschrocken.

2017-07-20


heute war mal wieder

mein neues Fahrrad dran. Es ist zwar auch schon ein paar Jahre alt, aber ich fahre es nur selten, weil ich es über Nacht nicht draußen lassen kann - da wäre es nämlich nicht versichert. Mit meinem alten fahre ich immer morgens zum Bahnhof und stelle es an einem der unzähliger Fahrradständern ab - irgendwie scheint ganz Friedrichshagen Rad zu fahren. Zum Glück ist es wohl noch für niemanden interessant geworden. Es ist mein Wendefahrrad und damit schon ziemlich herumgekommen und die Gangschaltung lässt sich inzwischen auch nicht mehr richtig einstellen. Aber es musste bisher jedes mal mit an die Ostsee und hat auch immer durchgehalten.

Als ich um die Ecke bog, strahlte mich ein Kleinkind im Kinderwagen an und streckte die Arme aus nach mir und meinem Fahrrad und lachte. Da hab ich dann schnell mal geklingelt, was mit viel Gequiesche kommentiert wurde.  Auf dem Fahrradweg nach Erkner kam mir auf dem Fußweg ein kleiner Junge auf seinem kleinen Fahrrad entgegen und musste ziemlich strampeln und sein Papa war auf einem Skatebord unterwegs und fuhr neben ihm und die beiden hatten offensichtilich viel Spaß dabei.

In Erkner machte ich dann Rast vor dem Gerhard Hauptmann-Museum. Da wollte ich immer schon mal hin aber bisher war jedes Mail zu. Da ich diese Tour noch einmal machen möchte, wird es dann sicher klappen - die Öffnungszeiten habe ich fotografiert. Ich hatte meine Wasserflasche ausgepackt und etwas zu Essen und hatte es mir auf einer Bank vor dem Museum in einem kleinen Park bequem gemacht. Eine vorbeikommende Familie beim Sonntagsspaziergang wünschte mir einen guten Appetit.

Bei der Woltersdorfer Schleuse bin ich dann auch angekommen. Den Fontane-Weg entlang am Wasser. Aber anschließend wusste ich zwar, dass ich über Schöneiche zurückwollte, aber es war ein Weg mit vielen Umwegen und meine Karte die ich mit hatte zeigte keine Straßennamen.  Endlich hatte ich die Friedrichshagener Straße gefunden nachdem ich kreuz und quer durch Schöneiche gefahren war und alles verschlafen und unwirklich schien, und damit auch den Bäcker. Er hatte Sonntags auf und ich habe mir eine große Tasse Kaffee geholt und ein Stück Kuchen. Dann fing es etwas an zu regnen - aber nicht so stark und es störte auch nicht bei den letzten fünf Kilometern bis nach Hause.

2017-07-16


auf den wiesen

stehen auf einmal ganz viele Pilze - richtig große und meist mehrere auf einmal in Gruppen. Um diese Jahreszeit eher ungewöhnlich und auch im Herbst sind es  nicht so viele und große. Morgens schien es noch ein schöner Sommertag zu werden mit wolkenlosem blauem Himmel und warm war es auch.  Doch dann wieder Wolken und es dauerte nicht mehr lange zum fast täglichen Regen. Heute nur ein kurzer Schauer, aber Regen jeden Tag. Durch die vielen Wolken ist es immer ziemlich dunkel und man muss aufpassen, dass man nicht ganz trübsinnig wird. Aber der Sommer kommt bestimmt.

2017-07-15


schon wieder unwetter

und Starkregen - aber nur kurz. Jetzt scheint wieder die Sonne und alles ist wie frisch gewaschen. Einschließlich Sattelbezug von meinem Fahrrad, das unten steht. So schnell wird der bis morgen sicher nicht trocken. Und immer wenn ich denke, wird schon nicht regnen dann schüttet es plötzlich los. Wie lange ist noch Siebenschläfer? Ob das noch was wird mit dem Sommer?

2017-07-07


neun tage ostsee

sind einfach zu wenig. Kaum hat man sich überall zurechtgefunden, da muss man auch schon wieder weg. Und irgendwie bin ich immer noch dort. In den Bildern vom Weg zum Strand und dem diesmal ziemlich starken Wind und hohen Wellen. Eigentlich hätte man sogar Bernstein finden können - bei Weststurm - aber wir hatten gar nicht richtig gesucht. Ein Sonnenschutzzelt hatte es einfach zerlegt. Es hatte dem starken Wind nicht standhalten können und ich bin bei 15° ins Wasser gegangen, obwohl ich sonst oft eher friere wenn andere kurzärmlig herumrennen. Aber die schöne Wolle vom Rauhwolligen Pommerschen Landschaf, die es dort zu kaufen gab, hätte ich wohl doch kaufen sollen ...

2017-07-05


morgen ist schon wieder sonnenwende

und ich weiss noch nicht, ob ich diesmal wieder zur fete de la musique gehen werde. In den letzten Jahren war ich gar nicht mehr dort gewesen. In die Stadt fahren wollte ich eigentlich nicht und bei uns hier draußen ist ja nicht so viel los. Morgen ist also der längste Tag des Jahres und das Wetter soll wohl auch ganz schön werden (?)

Am See kam gestern Abend um neun wieder der Reiher vorbei und zog seine Runde. Die Gastronomie war nicht so voll und man konnte in Ruhe am See sitzen und auf den Sonnenuntergang warten. Kurz vor Zehn bin ich sogar noch zum Eisladen gefahren und die Kugeln waren doppelt so groß wie sonst - vielleicht wollten sie noch möglichst viele Sorten alle machen ...

2017-06-20


am wochenende

waren wieder offene Ateliers an verschiedenen Orten in Friedrichshagen. Auch mit Lesungen und Musik - bei skandinavischer Volksmusik bin ich vorbeigegangen und hatte ein wenig zugehört. Da man sich aber nirgendwo hinsetzen konnte und ansonsten sämtliche Plätze  in dem kleinen Hof belegt waren - auf Dauer wie es schien - manche hatten das wohl als Konzertdarbietung aufgefasst, bin ich nicht so lange geblieben. Ich hatte irgendwie auch keine Ruhe zum Ansehen der Bilder, weil Leute dort herumstanden die nicht die Bilder ansahen, sondern alle Ankommenden zu mustern schienen und zu kategorisieren, einzuordnen. Das fand ich ziemlich unangenehm.

Manche Sachen hatten mir ganz gut gefallen, wie zum Beispiel Textilkunst aus Filz und Seide. Ich kannte die Künstler teilweise vom Sehen, aber nicht gut genug, um mich zu unterhalten. Die Ausstellungen schienen mir meist distanziert und ich fand irgendwie keinen richtigen Bezug - das war in den vergangenen Jahren anders.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, viel zu fotografieren. Aber fragen wollte ich nicht und es sagte auch niemand was wenn ich Blumen und grüne Höfe fotografierte. Aber für wirklich gute Aufnahmen der Bilder braucht man eine gute Kamera und muss das vorher auch absprechen. Das hatte ich gar nicht bedacht und merkte es erst, als ich dann dort war.

2017-06-13


also das wetter

sollte sich wirklich langsam mal etwas stabilisieren. Es ist kühl, unbeständig und dann wieder nass und die Sonne muss man auch suchen. Und wenn sie da ist, dann ist es schon wieder zu warm, besonders wenn es feucht ist ...

So richtiges Urlaubswetter ist irgendwie anders. Und dabei ist schon wieder bald Sonnenwende und dann geht es ja wieder in die andere Richtung. Sommeranfang ist ja erst dann, wenn der Sonnenstand schon wieder rückläufig ist. Also muss man diesen Sommer wohl eher tageweise sehen und als immer währende Überraschung - die Gespräche über das Wetter die man so im Vorbeigehen hört erinnern an London - dort scheint ja Wetter auch immer besonders wichtig.

2017-06-08


am pfingstmontag

war ich im Konzert.  Mit dem Fahrrad ging es die Fürstenwalder Allee entlang und dann durch Rahnsdorf. Das alte Fischerdorf aus dem Jahre 1375 steht heute als Angerdorf mit Kirche und Schule unter Denkmalschutz. Die Kirche  wurde  nach einem Brand 1872  in den Jahren 1886 bis 1888 neu gebaut. Die Orgel stammt von der Berliner Orgelbaufirma Dinse und gilt als wichtiges Zeugnis Berlin-Brandenburgischer Orgelbaukunst. 2011 wurde das Instrument  restauriert und da die Grundsubstanz gut erhalten war in den ursprünglichen Zustand von 1888 zurück geführt.

Es ist eine schlichte kleine Dorfkirche, mit kunstvoll arrangiertem Blumenschmuck am Altar, einer Holzbalken-Decke und eignet sich gut für Konzertaufführungen. An den Reihen der Holzbänke sind zum Gang hin jeweils kleine Blumensträuße angebracht. Gegenüber vom Eingang der Kirche, die auf einem kleinen Hügel steht, befindet sich eine rot blühende Kastanie mit einer Bank darunter. Direkt rechts neben dem Eingang steht ein großer Ahorn mit tiefhängenden Zweigen mit einer Bank darum herum - so wie bei den Dorflinden früher.

Vom 1. Juli bis zum 23. September findet der jährliche Musiksommer am Müggelsee statt. Konzerte gibt es in allen drei Rahnsdorfer Kirchen, auch in der Taborkiche Wilhelmshagen und der Waldkapelle Hessenwinkel. Das will ich in diesem Jahr nicht wieder verpassen.

2017-06-05



eine kapelle wirklich mitten im wald

habe ich heute nochmal mit dem Fahrrad besucht. Beim letzten mal war ich mit meinen Fotos nicht so rechts zufrieden. So richtig gut sind sie immer noch nicht, aber die kleine Kuppel mit der Glocke ist jetzt wenigsten richtig blau. Ich hatte mich wieder auf eine Bank gesetzt und schaute in die mächtige hohe Buche links vom Eingang. Schade, dass die Kapelle so selten offen ist, sonst wäre ich bestimmt hineingegangen. Manchmal ist sie für Konzerte geöffnet und ich will das in diesem Sommer nicht verpassen.

Kirche - das bedeutet für mich vor allem Kunst und Musik - so hatte ich das immer gesehen. In der DDR aufgewachsen, kannte ich als Kind nur eine Familie mit kirchlichem Hintergrund. Sie wohnte im Haus unter uns und hatte zwei Töchter. Kirche hatte für uns nie eine Rolle gespielt und ich weiss noch, dass ich es sehr geheimnisvoll fand, als eine der Töchter mit einer großen brennenden  Altarkerze in einem langen festlichen weissen Kleid an der Spitze eines Zuges mit den Eltern und Verwandten durch unsere Straße nach Hause kam. Auf meine Fragen hin erzählten mir meine Eltern von Kirche und Erstkommunion - einem kirchlichen Fest. Meine Großeltern waren, wie viele nach dem Krieg, aus der Kirche ausgetreten und meine Eltern waren zwar kirchlich getraut, aber später auch ausgetreten. Ich war damals acht und meine Spielkameradin neun Jahre alt und ich fand das wunderbar und geheimnisvoll.

Im gleichen Jahr fragte mich meine Klavierlehrerin zu Weihnachten ob ich auch christliche Weihnachtslieder auf dem Klavier spielen dürfte. Ich fand das irgendwie seltsam - warum denn nicht? Meine Eltern hatten nichts dagegen, aber es soll wohl Eltern gegeben haben, die das verboten hatten.

Mit Anfang zwanzig hatte ich dann erst wieder Kontakt mit dem Thema Kirche als ich in Weimar öfter in der katholischen Studentengemeinde war. Im Thüringer Raum und auch an der Musikhochschule waren dann etwa die Hälfte der Leute irgendwie kirchlich geprägt. Das war neu für mich und in Berlin spielte das für die Mehrheit überhaupt keine Rolle und konfessionelle Unterschiede waren schon überhaupt kein Thema. Allerdings bin ich, wenn sie offen waren, in sämtliche Kirchen auch meist hineingegangen. Das Besondere und eine gewisse Ehrfurcht und Festlichkeit ist mir dabei in Erinnerung und Konzerte habe ich gerade in Kirchen immer gern besucht.

2017-06-01


als ich gestern

Ostkreuz umgestiegen bin, fing es ganz plötzlich an zu regnen.  Starkregen und Hagel mindestens ca. 1 cm groß. Es knallte richtig auf dem Dach der S-Bahn und ich machte alle Fenster zu. Das Wasser lief in dicken Schlieren an den Fenstern herunter, alles war grau und man konnte nicht mehr richtig durchsehen. Und kein Ende in Sicht. In Karlshorst schüttete es immer noch und ich beobachtete die dicke dunkle Wand links in Fahrtrichtung, die bis Köpenick immer noch nicht verschwunden war. Von rechts kam sogar mal ein bisschen Sonne.

Als ich ausstieg, war es ziemlich dunkelgrau und es war noch nicht klar, ob ich es trocken bis nach Hause schaffen würde. Die Plastetüte über meinem Fahrradsattel war noch gar nicht nötig gewesen. Es dauerte noch eine Weile bis zum Regen, und anschließend hatte ich dann meinen Balkon sauber gemacht - das hatte sich gelohnt. Und da der Balkon ein Dach hat musste ich den Regenmacher spielen und den dicken gelben Blütenstaub auf den Blättern meiner Planzen entfernen. Heute scheint wieder die Sonne, aber sehr windig ist es immer noch.

2017-05-31


heute ist es viel zu warm

und ich habe die meiste Zeit auf dem Balkon verbracht. Gestern war ich in der Stadt und es war dieses ruhige Hochdruckwetter und Ostwind. Das bekommt mir immer besonders, aber heute ist es fast schwül und da werde ich immer ziemlich apathisch. Mal sehen wie es weitergeht.

Mein Hibiskus bekommt die ersten neuen Blätter die sich an Sonne und UV angepasst haben. Ziemlich spät weil, es so lange so sehr kalt war. Ob ich ihn im nächsten Jahr drin lasse, weiss ich noch nicht. In den letzten Jahren wurde es immer schlimmer mit dem Sonnenbrand. Eine Kletterpflanze hat es wohl nicht geschafft. Aber es ist so, dass man abens auf dem Balkon sitzen kann, auch wenn die Sonne dort schon weg ist.

2017-05-28


wilhelmshagen

ist die letzte S-Bahnstation vor der Stadtgrenze. Früher, gleich nach der Wende, gehörte Erkner noch zu Tarif B, später fand man es aber wohl einträglicher wenn es zum Tarifgebiet C gehört. Nicht weit vom Bahnhof entfernt kann man auf drei schattigen Bänken sitzen - unter hohen, schlanken Robinien. Die Blatter sind ganz frisch und noch nicht ausgewachsen, denn sie kommen erst heraus wenn schon sämtliche Bäume grün sind. Die Blätter der Robinien erinnern an Kinderspiele – liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich ... Manche sagen zu den Robinien auch Akazien. Vielleicht gibt es da ja irgendwelche Gemeinsamkeiten? Werde mal darüber nachlesen.

Es ist ganz still um diese Zeit und kein Auto unterwegs auf dem Kreis, den die Straße großzügig um die Kirche herum bildet. Eine Krähe hüpft auf der Wiese herum und sucht nach Nahrung. Ich habe es mir unter den Bäumen bequem gemacht mit dem Rucksack als Kissen und schaue in den Himmel. Ein schönes helleres Blau mit kleinen weissen Wolken und weiter oben scheint es nicht so windig zu sein wie hier unten. Sie bewegen sich kaum. Jetzt schlägt die Kirchturmuhr die volle Stunde und ich gehe langsam weiter.

2017-05-22


vor ein paar tagen

wollte ich die Fähre vom Wilhelmstrand nach Baumschulenweg benutzen. Am Tag davor war ich auf dem umgekehrten Weg unterwegs und hatte mich dann in den Kleingärten ein wenig verlaufen. Eigentlich wolle ich nach Schöneweide und die Nalepastraße entlanglaufen am Rundfunkhaus vorbei. Aber ich bin weiter nördlich angekommen, in einer Villengegend in Karlshorst. Schöne Vorgärten, viele Blumen und blühende Sträucher. Nirgends ein Bus oder eine Straßenbahn, nur Wohnanlagen, zweigeschossig und mit großen Höfen - ich denke aus den zwanziger Jahren.  Irgendwie schien mir die Gegend nicht unbekannt und es war dann nicht mehr weit bis zum S-Bahnhof  Karlshorst.

Ich dachte, da kann ich die Umsteigerei in Ostkreuz umgehen und die Fähre fährt auch alle zwanzig Minuten. Aber auf dem Hinweg zur Fähre war ich dann doch an einer Stelle falsch gelaufen und hatte eine gerade verpasst. Die nächste kam pünktlich und da außer mir nur ein weiterer Fahrgast am Ufer stand hatte ich schon den Hebel für das kleine Tor geöffnet und einen Schritt auf den Anlegesteg getan, und es stieg auch nur einer aus. Der Fährmann winkte mir, als wollte er mir etwas ins Ohr flüstern - oder ein Geheimnis verraten. Ich gab ihm zu verstehen dass ich das nicht wollte und da meinte er, ob ich es nicht gelesen hätte. Erst wusste ich nicht was er meinte, aber dann sagte ich - ja hab ich gelesen. Steg erst nach Aufforderung betreten. Aber warum? Keine Leute, keine Schiffe, kaum Passagiere - einfach gar nichts los. Ich habe ihn mehrmals gefragt und bekam keine Antwort. Irgendwann sagte er dann was von Schiffen (?) und unübersichtlich, was ich nicht verstand.

Dann fuhr er einfach nicht los und sagte auch nichts weiter dazu. Sonst fährt die Fähre immer gleich wieder los, aber es dauerte diesmal bestimmt eine viertel Stunde. Und keinerlei Informationen oder Hinweise. Also wenn das eine halbe Stunde länger dauert als eingeplant, muss ich eben den üblichen Weg über Ostkreuz  nehmen. Vor allem will ich diesem seltsamen Mann nicht unbedingt nochmals begegnen. Formale Befolgung von Anweisungen ohne ersichtlichen Grund sind mir eben fremd, und ich lasse mir einfach nicht gern grundlos die Laune verderben.

2017-05-16


es ist nichts los

im Wald und ganz ruhig. Heute ist es etwas bedeckt aber trotzdem ein schöner Frühlingstag. Die Vögel überbieten sich gegenseitig mit ihrem Gesang. Gerade habe ich mir einen Kaffee geholt - ich bin der einzige Gast hier. Der Zeltplatz ist durchaus schon bewohnt denn an den Zelten hatte sich gerade etwas bewegt.

"Kuhle Wampe" ist der Name des Zeltplatzes nach  dem gleichnamigen Film von 1932. Eine Mischung aus Spielfilm, Dokumentar- und Propagandafilm. Bertolt Brecht hatte am Drehbuch mitgearbeitet und Hanns Eisler die Musik geschrieben. Ursprünglich  lag der Zeltplatz auf dem Teile des Filmes spielen am Großen Müggelsee.  Der heutige Zeltplatz mit diesem Namen liegt mitten im Wald an der Großen Krampe.

Direkt am Wasser, an der Anlegestelle der Fähre 21 stehen immer noch die Hausboote, die ich von früheren Besuchen her kenne. So eine Art Wochenendhaus. Zu wohnen scheint dort um diese Zeit wohl noch niemand. Im Sommer sieht man die Besitzer draußen auf dem Wasser auf einer Art Terasse an ihrem schwimmenden Haus.

Heute hatte ich schon eine längere Fahrt hinter mir, da durch vielfältige Baumaßnahmen die Straßenbahn der Linie 68 nicht wie sonst fährt und so bin ich von Köpenick aus mit dem Ersatzverkehr Richtung Wendenschloss gefahren. Dann mit der Fähre 12 nach Grünau und dann weiter mit der Tram 68 auf einer sehr schönen Strecke durch den Wald nach Schmöckwitz. Dann mit der Fähre 21 über die Dahme von Schmöckwitz nach Krampenburg - nördlich liegt der Lange See und im Süden der Seddinsee. Und wieder an Land sitze ich jetzt hier im Kiefernwald mit meinem Kaffee und werde durch den Wald zur großen Krampe nach Müggelheim am Wasser entlang laufen und von dortaus mit dem Bus den Heimweg antreten.

2017-05-10


gestern nachmittag

war ich im Treptower Park und am Wasser entlanggegangen. Es ist schon eine Weile her dass ich dort war, und zur Zeit sind die Baume ganz frisch und hellgrün. Sehr hohe und teilweise alte Bäume. Am gegenüber liegenden Ufer standen schwer beladene und sehr lange Schlepper und es tutete ständig irgendwo. Genieselt hatte es schon die ganze Zeit aber langsam wurde der Regen stärker und es fing an richtig zu gießen. Da war ich gerade auf der Höhe vom Plänterwald und in dem eingezäunten Gelände wuchs die unberührte Natur vor sich hind. Ganz viele der hohen Bäume waren mit Efeu bis hoch am Stamm zugewachsen und alles war grün und dunkel und schien irgenwie verwunschen.

Das Geräusch vom fallenden Regen wurde immer stärker, aber da er nicht nachließ, würde unterstellen auch nichts bringen. Einige der Hausboote in der Nähe des Hafens stehen noch, obwohl die doch alle weg sollten. Die Atmosphäre war durch den menschenleeren Park ganz unwirklich. Nur selten kam ein einsamer Radfahrer vorbei - auch völlig nass geworden. Wenn es etwas wärmer gewesen dann, wäre es noch schöner gewesen. Frühling und ständiges Tropfen von den Bäumen und über der Spree etwas diesig und die Konturen der Gebäude auf der anderen Seite, die vom Nebel teilweise verschluckt wurden. So stelle ich es mir im Regenwald vor, nur eben andere Tempreraturen.

2017-05-08


warten auf den frühling

und kein Ende. So was von kalt. das hält wirklich niemand aus. Die Wintersachen habe ich teilweise wieder hervorgeholt. Früh wird es schon recht zeitig hell, aber man möchte sich nur in der Wohnung verkriechen und den ganzen Tag über Tee trinken.  Und etwas tun damit es endlich wärmer wird kann man auch nicht.

Auf dem Fahrrad werden die Hände klamm und es macht nicht wirklich richtig Spaß. Besonders morgens nicht, auf dem Weg zum S-Bahnhof. Um so mehr bin ich erstaunt, dass bereits Unmengen an abgestellten Fahrrädern am Bahnhof warten wenn ich dort ankomme. Die Abstellmöglichkeiten wurden schon ein paar mal erweitert und es reicht scheinbar immer noch nicht - inzwischen fahren wohl alle mit dem Fahrrad zum Bahnhof, die "in der Stadt" arbeiten. Ich muss immer ganz nach hinten fahren - es ist einfach alles schon voll früh um acht. Die müssen also alle noch früher los als ich und da ist es noch kälter ...

2017-05-03


direkt am Wasser

stand ein blühender Baum. Ich kannte ihn nicht und der dicke Stamm der in der Vergangenheit schon mehrmals beschnitten worden war hatte schon lange wieder ausgetrieben und war viel verzweigt. Die weißen Blüten bildeten zu mehreren kleine Bälle und waren ein schöner Kontrast zu dem blauen Himmel. Die kleine Bank stand in der Nähe ganz dicht am Ufer und es war ziemlich windig so dass man die Wellen auch mit leisem plätschern hören konnte. Spaziergänger kamen vorbei und hielten inne um den schönen Baum zu bewundern und zu fotografieren. Sie rätselten wie ich, was das für ein Baum sein könnte und wir einigten uns auf Obst. Vielleicht auch Zierobst, aber ich werde ja sowieso immer mal wieder dort vorbeikommen und dann kann ich ja nachsehen, was dort für Früchte hängen. Ich hatte mich für eine Weile mit angezogenen Beinen auf die kleine Bank in die Sonne gelegt bevor ich mit meinem Fahrrad weiterfuhr.

2017-04-30


andere wege

frühmorgens mit dem Fahrrad zur S-Bahn sind offenbar stressreduzierend. Also die Nebenstraße parallel zur Hauptstraße ist wesentlich entspannter. Keine Straßenbahnschienen in die man durch parkende Lieferfahrzeuge gedrängt wird und keine zugeparkten Einfahrten - ganz zu schweigen von den auf dem Gehweg querstehenden Autos die immer länger werden  - in den letzten zehn Jahren fast doppekt so lang, obwohl meist nur einer drin sitzt. Das würde für eine doppelte Fahrradwegspur reichen und ich bin froh darüber, dass das Ordnungsamt nicht so oft kommt oder ich die Leute rechtzeitig sehe und noch absteigen kann wenn ich auf dem Fußweg unterwegs bin. Einmal hatte ich einen netten Beamten, der mich darauf hinwies, dass ich bitte nicht um die Passanten Slalom fahren soll und er hatte auch kein Geld verlangt. Breite Gehwege und weniger Schulkinder die um diese Zeit in Dreier - und Viererreihen unterwegs sind und es ist einfach insgesamt viel ruhiger und der kleine Park ist am Morgen auch sehr schön.

2017-04-29


als ich heute morgen

auf den Friedhof ging, saß nicht weit vom Eingang ein schwarzer Kater - ich gehe mal davon aus, dass es keine Katze war, weil die meisten Leute Kater haben. Und dieser war ganz schwarz ohne weisse Flecken und wie ein verwilderter Straßen kater sah er auch nicht aus. Er wendete seinen Kopf nur mal nach rechts zu mir hin und wieder zurück. War wohl nicht interessant für ihn. Sitzt einfach nur da. Wie ein Hund sitzt er an einem bestimmten Grab. Ich habe nicht bemerkt, dass er weg ging und ihn später auch nicht mehr gesehen. Allerdings ist der Friedhof recht weitläufig. Will mal nicht hoffen, dass er die zahlreichen Vögel belauerte die lautstark zu hören waren - aber es sah nicht so aus.

Friedhöfe sind wie schöne kleine Parks mit großen alten Bäumen. Sie sind still und ohne Lärm und vor allem an heißen Sommertagen kühl und schattig. Ein Paradies für Vögel die dort meist ungestört sind. Die Gräber sind liebevoll mit Blumen bepflanzt und Skulpturen bilden ein Arrangement mit den Bäumen und Blumen und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre von Ruhe und Einkehr - fast meditativ.

2017-04-26


vor kurzem

war ich mal wieder im Erpetal. Das ist landschaftlich eine wirklich schöne Gegend und das Tal zieht sich von der Brücke der S-Bahnstrecke Hirschgarten über eine Kleingartenanlage und Ravensteins Mühle bis zum S-Bahnhpof Hoppegarten. Inzwischen gibt es Elektrozäune, damit die Ringviechen nicht abhauen und nur dort grasen, wo sie gerade hingeführt wurden - als Rasenmäherersatz. Als ich dort war, waren die Lichtverhältnisse sehr ungünstig für Digitalkameras. Starke Gegensätze von Licht und Schatten, Spiegelungen im Wasser und entweder wurde der Himmel mit den weißen Wolken viel zu hell oder das Grün der Landschaft viel zu dunkel.

Bisher wurde mit dieser Camera in weniger problematischen Licht erfolgreich fotografiert, denn Meer und Landschaft stimmten in Wirklichkeit - so wie ich es gesehen hatte - und auf dem Foto meistens überein. Und jetzt ich bin enttäuscht wenn ich alles so ganz anders gesehen hatte, als es dann auf den Bildern aussieht. Da muss ich mir wohl doch mal die Beschreibung zur Camera genauer ansehen. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung hat gerade einmal 20 Seiten und keine wirklichen Informationen und das pdf aus dem Netz 120. Da werden sicher noch bessere Bilder möglich sein.

Die Rinder sind auch noch gar nicht draußen, denen ist es sicher auch viel zu kalt. Wird wirklich Zeit, dass wieder mehr als 6° Höchsttemperatur sind und vor allem mehr die Sonne scheint. Ich werde jetzt jedenfalls wieder öfter in dieser Gegend sein.

2017-04-22


heute morgen

an der Kasse bei Lidl muss ich irgendwie einen etwas unzufriedenen Eindruck erweckt haben. Es wurde gerade angesagt dass Kasse 2 öffnet und ich stellte mich also gleich mit meinen paar Sachen dort an. Und es geschah - nichts. Also falscher Alarm (?) und als dann jemand an die Kasse kam machte sie Witzchen, dass alles wieder eingepackt werden müsste und dann auf dem anderen Band wieder ausgepackt. Wahrscheinlich hatte ich sie einen Moment etwas verständnislos angesehen, denn ich nehme ja erst einmal alles ernst. Nein so böse sind wir doch nicht sagte sie dann als sie merkte dass ich das nicht gleich verstanden hatte. Ich meinte dann daraufhin erklären zu müssen dass ich ein wenig sauer bin, weil kein einziger abgepackter Salat mehr da war. Der Tag nach Ostermontag, die Ware stand zwischen den Gängen im Weg und man kam kaum vorbei. Es war schon dreiviertel neun, und Waren wurden eingeräumt und dafür war anfangs nur eine Kasse offen und eine lange Schlange. Also ich kenne das noch so dass ausgepackt wurde, bevor der Laden aufmacht -  das ist eben einfach keine Kultur mehr ...

2017-04-18


mein hibiskus

hat immer noch Sonnenbrand. Einen Teil der Pflanzen hatte ich schon vor etwa zwei Wochen auf den Balkon gestellt. Die Kakteen und Affenbrotbäume sind noch drin.

Die Blätter von meinem großen Hibiskus hatten sich innerhalb kürzester Zeit verändert - papierartig und weiss und dann fallen sie ab. Ich kenne das schon von den anderen Jahren und sie haben sich bisher immer seht gut den Sommer über erholt und waren dann ganz dunkelgrün und geblüht hat mein Hibisku auch in jedem Jahr. Ich hatte sogar zu Anfang ein großes weisses Tuch darüber gelegt, denn es war sehr sonnig und auch warm, aber es hatte alles nichts genutzt. Es waren schon 20 Grad und Sonne und man konnte auf der Wiese am See liegen.

Aber jetzt zu Ostern ist es eisig und Höchsttemperatur nur sechs Grad. Wenn die Sonne gar nicht durchkommt bleibt es kalt. Aber die Sonne hat schon sehr viel Kraft und wenn sie es schafft, merkt man auch dass nicht mehr Winter ist.

2017-04-16


alles irgendwie so unscharf

und alles sowieso grau in grau heute - und es regnet leise vor sich hin. Ich bin schon auf dem Weg zur Straßenbahn, als ich merkte dass ich meine falsche Brille aufhabe. Wenn ich das Fahrrad genommen hätte, dann hätte ich es gleich bemerkt. Aber bei dem heutigen Wetter wollte ich nicht mit dem Fahrrad zum Bahnhof.

Da werde ich also heute mit meiner Lesebrille klar kommen müssen. Am Computer kann ich damit ganz gut sehen aber im Straßenverkehr kann ich die Straßenschilder erst lesen, wenn ich ziemlich dicht davor stehe. Und falls sich jemand etwas komisch von mir angeblickt fühlt, kann das durchaus ein Irrtum sein und vielleicht sollte ich mein Gegenüber darauf hinweisen - Gesichter sind schon in kürzeren Entfernungen etwas unscharf. Aber sonst ist es eigentlich gar nicht so schlecht - so scharf muss man nicht immer alles wirklich sehen. Vielleicht lebt es sich ja sogar entspannter und mit weniger Stress ...

2017-04-12


die magnolien

blühen schon wieder - teilweise schon seit über einer Woche. Vor ca. zehn Jahren war es immer erst im Mai soweit - und jetzt also schon einen Monat früher. Auch die Gänseblümchen sind schon da und der Löwenzahn. Jetzt noch ohne Pusteblumen und ganz frisch und neu.

2017-04-08


am spreetunnel

wird immer noch gebaut und vieles hat sich schon in den letzten zwei Jahren verändert. Auch drei schöne alte Schwarzerlen am Ufer wurden gefällt und schwere Maschinen und ein Kran stehen arbeitsbereit im Wasser. Die Dampferanlegestelle hat jetzt eine Absperrung durch einen Metallzaun und kann abgeschlossen werden. Also ist jetzt nichts mehr mit einfach auf den Holzstegen sitzen am Abend und der Sonne beim Untergehen zuzusehen. Gegen halb neun Uhr abends fliegt im Sommer oft ein Fischreiherpärchen vorbei. In dem kleinen Park stehen riesige alten Bäume von denen einige schon gefällt werden mussten. Die alten Platanen kennen mich noch von früher, als ich entweder im Kinderwagen spazieren gefahren wurde oder gerade laufen konnte. Einige Bänke bieten immer wieder andere Ausblicke und man kann nach Belieben Schatten suchen oder Sonne. Auch jetzt findet man bestimmt einen Platz der einem gerade besonders zusagt und der jeweiligen Stimmung entspricht.

2017-04-06


mein briefkasten

hat einen Aufkleber: keine Werbung, keine Zettel, keine kostenlosen Zeitungen, und immer wieder steckt irgendein doofer Zettel drin. Man hat sogar versucht, den ziemlich großen Hinweis einfach abzureißen. Nur an der abgelösten Ecke kann man sehen, dass darunter wieder ein Schild - keine Werbung zu sehen ist ...

Da hat der Verursacher wohl dann nicht mehr weiter gemacht. Also entweder klebe ich das inzwischen verfärbte und dreckige Schild wieder richtig an oder ich mache gleich ein neues. Der Drucker geht ja inzwischen wieder. Warum nur schicken die sämtliche Analphabeten oder Leute die offensichtlich kein deutsch verstehen zum Zettel verteilen? Das gehört doch wohl zur Einstellungsvoraussetzung?

Und wer soll nur diesen ganzen Kram eigentlich lesen? Soviel Verschwendung von Arbeit und Zeit für die Papiertonne - falls es wenigstens ordnungsgemäß beseitigt werden soll ... und wieder sinnlose und überflüssige Arbeit und Dreck und Gestank von Autos und Müllentsorgung. Warum hören die nicht einfach alle auf mit diesem Werbe-Blödsinn? Kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwas bringen soll.

2017-03-31


drei tage frühling

und fast 20 ° - da kann man schon übermütig werden. Die Sonne scheint und es wird schon richtig warm, so dass man ab Mittag schon auch den Schatten sucht. Zwei Eichhörnchen flitzen am Stamm der Pappel hoch und runter und spielen Fangen.

Mir ist immer nicht ganz wohl bei der engen Nachbarschft von Krähen, Elstern und Eichhörnchen und Meisen, Amseln und weiteren zurückgekehrten oder hiergebliebenen Singvögeln. Wer frisst wen oder die Eier?  Also möglichst nicht daran denken müssen. Lärm machen die Vögel wenn eine Katze herumschleicht und auf den Baum klettert oder auch manchmal ein Fuchs. Der ist noch gößer und gefürchtet obwohl er gar nicht klettern kann und sie auf dem Baum in Sicherheit sind.

2017-03-28


das elsternest

ist ein Turmbau geworden - mit Dach und zum darunter verstecken. Es ist jetzt sicher fertig. Vorher hatte man noch sehen können, dass einer den anderen füttert und jetzt durch das Dach sieht man nichts mehr - nur dass teilweise einer zum Nest fliegt. Vielleicht muss schon auf die Eier aufgepasst und gewärmt werden (?)

Blätter sind immer noch nicht zu sehen und es ist wieder kälter geworden. Morgens um fünf sind sämtliche Vögel immer schon wach obwohl es noch dunkel ist und zwitschern dem neuen Tag entgegen ...

2017-03-23


von meinem küchenfenster aus

kann man jetzt ein Elsternpärchen beobachten. Sie sind gerade eifrig beim Nestbau. Die Bäume sind noch kahl, so dass man auch etwas sehen kann. Und wenn dann die Blätter kommen ist sicher alles gut versteckt. Meist holt einer das Material und der andere baut.

2017-03-16


spaziergang

2017-03-11


mein feiertagskaktus

blüht einfach wann er will. Auch Weihnachten und zur Osterzeit und noch zwei bis dreimal zwischendurch. Im Sommer steht er immer auf dem Balkon und im Winter auf der Nordseite meiner Wohnung, aber hell. Inzwischen weiss ich schon lange nicht mehr, ob ich ihn damals zu Ostern oder Weihnachten gekauft hatte und er ist schon ziemlich alt.

2017-03-10


der frühling ist da

dohle

 

 

 

 

 

 

 

es zwitschert und tschiept überall und es ist in der Sonne schon schön warm geworden. Warum wohl die Meisen nicht mehr kommen? Was soll ich mit dem Futter den Sommer über anfangen?

Vor ein paar Tagen hüpfte eine Elster auf dem Balkon herum und seit gestern kommt eine kleine Dohle ... Sie versuchte an die Meisenkullern zu kommen und hatte dabei etwas Schwierigkeiten. Rutschte immer wieder ab. Heute war sie wieder da - ich hatte gestern ein paar Erdnüsse in die Befestigung für die Blumenkästen getan.

Sie hatte auch gar keine Angst als ich die Balkontür aufmachte und herauskam. Vielleicht ahnt sie ja, dass ich ihr nichts Böses will.

dohle_2

2017-03-03


es ist immer wieder erstaunlich

wenn aus den trockenen Blättern vom Vorjahr die ersten Blumen sich Platz verschaffen. Das Licht ist noch sehr verhalten aber früh und abends merkt man schon deutlich das es länger hell bleibt. Bis dann Ende März mit der Umstellung auf die Sommerzeit wieder alles durcheinander gerät. Da brauche ich ich dann bis zu zwei Wochen bis ich mit den Zeiten und Helligkeiten wieder klar komme.

2017-02-25


heute turnte ein eichhörnchen

auf der Pappel vor meinem Fenster herum. Flitzte den Stamm hoch und runter und war sehr munter. Es ist zwar wieder warm geworden, kein Frost und ziemlich nass - aber ist der Winterschlaf schon zu Ende?

Die Meisen müssen auch anderswo genug zu Fressen gefunden haben. Die Meisenkullern werden kaum weniger und die Erdnüsse die ich gekauft hatte als es so kalt war werden auch nicht alle.

2017-02-18


die sonne hat mittags schon

viel Kraft und wärmt und man muss aufpassen dass man keinen Sonnenbrand bekommt. Die dicken Eisschichten auf den Wegen sind immer noch nicht ganz weggetaut. Manchmal bilden sich dann an sonnigen Stellen schnell Pfützen. Auf dem schmalen Weg zur Straßenbahn hatten sich fünf tschiepende Spatzen versammelt und nahmen ein Bad. Schlugen aufgeregt und übermütig mit den Flügeln und spritzen mit dem Wasser. Als ich vorbeikam flogen alle auf einmal in den nächsten Strauch - ein Hauch von Frühling.

2017-02-15


heute auf dem weg

zum Einkaufen hab ich eine frierende aufgeplusterte Katze getroffen, die mich anklagend anmaunzte. Sie gehörte wohl zu dem Haus in dessen Eingang sie sich abwartend hinsetzte. Beim Umdrehen hatte ich sie dort gesehen.

Es ist sehr kalt und der Wind ungemütlich und ich möchte bei diesen Temperaturen nicht ausgesperrt sein. Auf dem Rückweg hatte ich sie dann nicht mehr gesehen und hoffe dass sie jemand hereingelassen hat.

2017-02-08


die wiese hinter dem haus

ist schon wieder trocken und der viele Schnee weggetaut. Die Straßen und meistens auch die Gehwege sind geräumt, nur der viele Kies mit dem gestreut wird stört. Heute auf dem Weg zum Schwimmbad hatte man ab der Stelle wo es in den Wald und direkt an den See geht überhaupt keinen Schnee beseitigt - nur auf der Straße, damit die Autos fahren können. Auf dem gemeinsamen Gehweg und Radweg war alles liegen geblieben. Mehrfach aufgetaut und wieder gefroren, gemischt mit neuem Schnee und gefrorenem dreckigen Matsch. Tiefe Unebenheiten die dadurch entstanden sind machten das Laufen und erst recht das Radfahren fast unmöglich. Alles für die Autofahrer, die würden sich ja vielleicht beschweren ...

Der Weg am See entlang war auch nicht besser und ich lief durch den Wald wieder auf den Geh- und Radweg zurück und kam nur langsm vorant. Es war sehr glatt und holperig und keine Änderung der Beschaffenheit des Weges in Sicht. Aber zurück sah es ja auch nicht besser aus.

Bis zum Schwimmbad konnte ich nicht weiterlaufen und bin dann an der Straßenbahnhaltestelle über ein paar Ampeln gegangen, denn es wird schon wieder mal auf dieser Strecke gebaut. Zum Glück musste ich nicht langen warten, denn die Bahn fährt nur alle zwanzig Minuten.

Da es wieder ziemlich kalt werden soll bleibt diese Strecke  wohl für längere Zeit unpassierbar und ich muss mir zum Spazierengehen einen anderen Weg suchen.

2017-02-06


als ich heute morgen

aus dem Fenster sah, war alles verschwunden. Nebel in hellem Grau hatte alles verschluckt und man konnte kaum ein paar Meter weit sehen. Dazu ist es draußen ziemlich unangenehm feucht, klamm und kalt - so um null Grad.

Bis mittags konnte man dann wenigstens wieder die Bäume vor dem Fenster erkennen. Die Häuser und auch die Kirche bleiben verschwunden. Aber rausgehen muss ich wohl doch. Noch etwas einkaufen, morgen ist Sonntag.

2017-02-04


zugefrorener see

der ganze see

ist inzwischen eine einzige Eisbahn. Kaum ein paar Schneeflocken bedecken die Eisschicht und er ist ohne Schollen und Kanten zugefroren. Schlittschuhläufer  können ihre Runden auf die ganze Fläche des Sees ausdehnen und die Surfeschule hat aus ihren Surfe-Brettern kleine Eissegler gebaut die über den See flitzen. Manche lassen sich von Drachen ziehen oder einer hat einen Hund, der ihn mit offensichtlichem Vergnügen zieht - und er guckt derweil auf sein Handy ...

Schlittschuh laufen ist bei mir lange her und ich hatte auch damals keine richtigen mit Schuhen. Nur zum Anschnallen an meine Skischuhe und da hatten die Knöchel keinen guten Halt. Das war etwas beschwerlich - und später bin ich dann nicht mehr gefahren. So eine kleine Eisbahn würde mir auch keine Freude bereiten - immer im Kreis ... Aber so über den See und große Strecken - das macht bestimmst Spaß.

zugefrorener see

2017-01-28


am see

2017-01-22


sonnabens im bioladen

das ist das reinste Happening ...  Die Familie geht mit sämtlichen Kindern verschiedenen Alters und diese wiederum mit den extra kleinen Wagen einzeln im Laden spazieren. Stehen allen im Weg, man kommt an kein Regal so richtig heran, flitzen um Mama und Papa herum und machen Wettrennen mit ihren Wägelchen und verstopfen die Kasse und stehen mit an mit nichts im Korb. Man kann gar nicht seine Sachen auf das Band legen. Es war richtig voll so ab halb elf.

Und dann diese pädagogisch wertvollen Gespräche wenn es um Süßigkeiten geht oder um sonstige Meinungsverschiedenheiten. Als ob die Familie eine Bühne braucht um sich verständlich machen zu können. Und die Lautstärke von dem Gemaule der verwöhnten Göhren - und die entnervten Eltern können nirgends in Ruhe nach ihren Sachen gucken. Als ob das Kaufmannsladenspiel von früher hier in Echt in Scene gesetzt wird. Überall verstellten abgestellte Wagen (diese unnötig großen Karren) den Weg. Es war wohl einfach die falsche Zeit zum Einkaufen.

2017-01-21


meine cds von vor zwanzig jahren

wollen nicht mehr  abgespielt werden - bis auf wenige Ausnahmen. Viel Bach und alle Mozart-Sonaten mit Glenn Gould, Chopin mit Pollini und Rubinstein und Pogorelich ... Viele Stücke von Bach und Chopin hatte ich früher selbst auf dem Klavier gespielt.

Es war erst nicht so richtig klar, ob es an den Cds lieg oder am Player - die Anlage ist auch schon zwanzig Jahre alt und hatte bisher nie Probleme gemacht. Das Kassettenteil für Aufnahme und Wiedergabe wird schon seit langem nicht mehr benutzt.

Denon stellt die Einzelkomponenten dieser Bauart inzwischen nicht mehr her. Ein Kompaktgerät für Radio und Cd mit usb, dab und mp3 ist vergleichsweise nicht all zu teuer, aber die alten Geräte stehen dann herum ... und das Geld dafür habe ich auch nicht.

Bei youtube kann man viele Klassik-Cds anhören, aber die Lautsprecher der Anlage sind viel besser im Klang. Ob eine Reinigungs-Cd etwas bringt ist unklar - die Bewertungen im Netz sind zwar gut, aber ein Verkäufer riet mir davon ab. Schade dass Technik so kurzlebig ist und selbst bei HIFI-Anlagen irgendwann der Neukauf einsetzen muss.

2017-01-14


jetzt liegt doch

etwas schnee - gestern hatte es kurzzeitig sogar richtig viel geschneit. Da es aber wieder wärmer geworden ist, wird es irgendwie matschig.

Mal sehen, ob der See vielleicht doch noch zufriert. Insgesamt ist es eher dreckig und grau - der Eindruck von frisch gefallenem Schnee ist doch etwas anderes. Falls meine Bremse nicht wieder eingefroren ist, werde ich heute das Fahrrad nehmen.

2017-01-12


honig hat mir offensichtlich

bei der Abwehr geholfen. In der Nacht zum ersten Januar bin ich ganz plötzlich richtig krank geworden. Gestern ging gar nichts mehr und ich ich lag nur im Bett und auf dem Sofa herum. Bekam sogar Fieber - und habe sonst ja meistens Untertemperatur bei ca. 35°. Heute kam ich dann auf die Idee alle paar Stunden einen Löffel Honig zu essen - hab mir auch eine besondere Sorte aus Tasmanien ausgesucht. Und mir ging es danach für eine halbe Stunde wirklich besser. Das kann nicht nur am darin enthaltenen Zucker liegen. Konnte sogar meinen Abwasch von drei Tagen erledigen.

Abwehr ist wohl irgenwie mein Schwachpunkt, nicht nur was das Immunsystem anbelangt. Wahrscheinlich kann ich Freund und Feind nicht auseinanderhalten oder mir einfach nicht vorstellen, dass jemand - einfach so - mir nichts Gutes will. Ehe die Abwehr erkennt, dass etwas zu tun ist, ist es schon zu spät krank werden zu verhindern.

Das reicht dann aber auch für das kommende Jahr.  Was man dafür für Strategien entwickeln müsste, darüber muss ich mal nachdenken. Das Mantra "ich bleibe gesund" hat jedenfalls nicht wirklich geholfen. Vielleicht fällt mir ja was Besseres ein (?)

2017-01-03